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Semitistik

Semitistik

Die Semitistik ist der Bereich der vergleichenden Sprachwissenschaft, der sich mit den semitischen Sprachen, die ein Zweig der afro-asiatischen Sprachen sind, beschäftigt. Die Semitistik ist bereits eine alte akademische Disziplin, zu deren wichtigsten Vertretern Theodor Nöldeke, Carl Brockelmann und David Cohen zählen. Semitistik wird heute an vielen Universitäten, darunter auch einigen deutschen, gelehrt. Deutsche Universitäten, an denen Semitistik gelehrt wird, sind: Freie Universität Berlin, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philipps-Universität Marburg, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Ludwig-Maximilians-Universität München. Wichtige Nachbardisziplinen, mit denen eng zusammengearbeitet wird, sind Altorientalistik, Arabistik und Islamwissenschaft, Alttestamentliche Wissenschaft, Judaistik, Sprachwissenschaft und die Wissenschaft vom Christlichen Orient.

Literatur


- Carl Brockelmann: Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen, Bd. 1-2, 1908/1913
- Carl Brockelmann: Semitische Sprachwissenschaft, 2. Aufl. 1916
- Gotthelf Bergsträsser: Einführung in die semitischen Sprachen, Sprachproben und grammatische Skizzen, Nachdruck, Darmstadt 1993
- David Cohen: Dictionnaire des racines sémitiques ou attestées dans les langues sémitiques (mehrere Bände, leider noch sehr unvollständig)
- Robert Hetzron: Semitic Languages, 1997.

Siehe auch:

Arabistik, Judaistik, Islamwissenschaft, Orientalistik S Kategorie:Kulturwissenschaft Kategorie:Literaturwissenschaft Kategorie:Sprachwissenschaft

Vergleichende Sprachwissenschaft

Vergleichende Sprachwissenschaft ist ein Überbegriff für Disziplinen, die sich mit dem Vergleich von Einzelsprachen befassen, und zwar im Sinne von historisch vergleichender Sprachwissenschaft (Indogermanistik/Komparatistik) sowie als allgemein vergleichende Sprachwissenschaft, die sich mit sprachlichen Universalien (Eigenschaften, die jede natürliche Sprache aufweist, z.B. Merkmale der Sprachstruktur, die allen Sprachen gemeinsam sind) beschäftigt. Zu den Forschungsgebieten der vergleichenden Sprachwissenschaft gehören:
- Die historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (Diachronie), die im 19. Jahrhundert begründet wurde und mit Hilfe des Sprachvergleichs Ursprung und Verwandtschaftsbeziehungen zwischen einzelnen Sprachen untersucht und Sprachfamilien erstellt. Aus ihr sind viele Einzeldisziplinen wie beispielsweise die indogermanische Sprachwissenschaft, Semitistik oder Finno-Ugristik etc. hervorgegangen. Eine solchermaßen erschlossene Verwandtschaftsbeziehung nennt man genetisch.
- Die Kontrastive Linguistik, vor allem in Osteuropa auch konfrontative Linguistik genannt, welche Sprachen synchron miteinander vergleicht, konzentriert sich vor allem auf Sprachtypologie und Fremdsprachendidaktik (beispielsweise Erforschung möglicher Interferenzen, Probleme des Fremdspracherwerbs etc.). Stehen die untersuchten Sprachen in Sprachkontakt zueinander, spricht man auch von Kontaktlinguistik.
- Die Sprachtypologie
- Die vergleichende Literaturwissenschaft (Komparatistik).

Siehe auch


- Sprache
- Sprachwissenschaft
- Halsbandsittich in vielen Sprachen Kategorie:Historische Linguistik

Afroasiatische Sprachen

Die afroasiatischen Sprachen (früher auch als hamitosemitisch oder semitohamitisch bezeichnet) bilden eine eigene Sprachfamilie, deren Zusammenhang von der vergleichenden Sprachwissenschaft entdeckt wurde. Diese Sprachfamilie ist eine der drei allgemein anerkannten, genetisch nicht miteinander verwandten Sprachfamilien Afrikas. Man unterscheidet folgende Zweige:
- Semitische Sprachen
- Berbersprachen
- Kuschitische Sprachen
- Bedscha (oft noch zu den kuschitischen Sprachen gezählt)
- Ägyptische Sprache
- Omotische Sprachen (lange zu den kuschitischen Sprachen gezählt)
- Tschadische Sprachen Die in Äthiopien gesprochene Sprache Birale gehört auch zur afroasiatischen Familie, die Eingruppierung in einen bestimmten Zweig ist jedoch noch nicht gelungen. Kategorie:Sprachfamilie Kategorie:Afrikanische Sprache ja:アフロ・アジア語族

Carl Brockelmann

Carl Brockelmann (
- 1868; † 1956) war einer der bedeutendstenden deutschen Orientalisten und Semitisten des 20. Jahrhunderts. Carl Brockelmann wurde im Jahre 1893 Privatdozent an der Universität Breslau, im Jahre 1900 außerordentlicher Professor in Berlin und 1903 ordentlicher Professor in Königsberg. Im Jahre 1910 folgte er eine Ruf nach Breslau, 1922 nach Berlin. Er kehrte jedoch schon 1923 wieder nach Breslau zurück, wo er 1936 emeritierte. Seine letzten Jahre verbrachte er in Halle, wo er nach seiner Emeritierung noch bis zu seinem 88. Lebensjahr die Lehre in seinem Fach aufrecht erhielt.

Werke


- Geschichte der arabischen Literatur, 1898-1942
- Grundriss der vergleichenden Grammatik der semitischen Sprachen, Bd. 1-2, 1908/1913
- Semitische Sprachwissenschaft, 2. Aufl. 1916
- Lexicon Syriacum, Halle 1928
- Syrische Grammatik, Leipzig 1938
- Geschichte der islamischen Völker und Staaten
- Osttürkische Grammatik der islamischen Litteratur-Sprachen (sic) Mittelasiens, Leiden 1954
- Hebräische Syntax, 1956

Weblinks


- Brockelmann, Carl Brockelmann, Carl Brockelmann, Carl Brockelmann, Carl Brockelmann, Carl

Universität

Universitäten (vom lateinischen Wort universitas, Gesamtheit) sind Hochschulen, die die Wissenschaften in Forschung, Lehre, Studium und Ausbildung vollständig vertreten, in systematischer Ordnung lehren sowie Bildungsinhalte und Berufsqualifikationen mit den jeweils höchsten Ansprüchen ihres Geltungsbereichs vermitteln sollen.

Charakteristika und Aufgaben

Prägend für den Begriff der Universität sind seit dem europäischen Mittelalter
- die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden (universitas magistrorum et scholarium),
- das Recht zur Selbstverwaltung mit der Möglichkeit der eigenständigen Erstellung und Ausführung von Studienplänen und Forschungsvorhaben (Akademische Freiheit) sowie
- das Privileg der Verleihung öffentlich anerkannter akademischer Grade (zum Beispiel Doktorgrad). Die ersten Universitäten entstanden im Mittelalter. Mit dem Aufkommen der Universitäten wurde das Wissensmonopol der Klöster, und damit des Klerus, durchbrochen. Seit der Einrichtung der Berliner Universität (seit 1949: Humboldt-Universität) im Jahre 1810 setzte sich auch international das Humboldtsche Modell der Einheit von Forschung und Lehre durch, das besagt, dass die Lehrkräfte zusätzlich zu ihrer Lehrtätigkeit auch Forschung betreiben sollen, damit das hohe Niveau der Lehre erhalten bleibt und den Studierenden wissenschaftliche Qualifikationen besser vermittelt werden können. Im Gegensatz zu anderen Hochschulen zeichnen sich die Universitäten durch einen breiten Fächerkanon aus. Typisch sind die klassischen, schon im Mittelalter eingeführten Fakultäten für Philosophie (Geisteswissenschaften, heute auch die philologischen und historischen Fächer), Medizin, Theologie und Rechtswissenschaften. Dazu kommen die Naturwissenschaften - die bis in die Renaissance als ein Teilgebiet der Philosophie gelehrt wurden, ebenso wie die Mathematik - sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und weitere Arbeitsgebiete. Andere Hochschulen, die nicht die Bezeichnung "Universität" führen, beschränken sich dagegen auf Themengebiete wie Technik und Kunst oder gar nur auf einzelne Fächer wie Medizin und Tiermedizin.
- Technische Universitäten bieten zwar eine breite Auswahl an Fächern an, haben aber einen Schwerpunkt in den Ingenieurwissenschaften. Die früheren Hochschulen für Agrarwissenschaft und Forstwissenschaft wurden in der Regel mit klassischen Universitäten zusammengelegt, so dass diese Ingenieurstudiengänge heute an Universitäten angeboten werden.
- Fachhochschulen haben im Gegensatz zu Universitäten kein Promotionsrecht.
- Das Konzept der Gesamthochschule, das an mehreren Studienorten in Nordrhein-Westfalen und in Kassel (Bundesland Hessen) umgesetzt worden war, sah eine Integration der Fachhochschul- und Hochschul- beziehungsweise Universitäts-Studiengänge vor, ist aber zurzeit ein Auslaufmodell. Letzte Immatrikulationen waren zum Wintersemester 2005/2006 möglich.
- Es gibt zwei Universitäten der Bundeswehr (UniBw), eine in München und eine in Hamburg. Der Großteil aller Offizieranwärter der Bundeswehr studiert an einer dieser Universitäten, die nahezu die gesamte Bandbreite der bei der Bundeswehr benötigten Studienrichtungen abdecken können. Das sind vor allem technische, aber auch wirtschafts- und organisationswissenschaftliche Fächer sowie Pädagogik. An diesen Universitäten können auch Fachhochschulabschlüsse erworben werden. Die Offizieranwärter, die Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin oder Pharmazie studieren, besuchen reguläre zivile Universitäten.
- Für Deutschland neu ist das Konzept der Stiftungsuniversität, das zurzeit (Stand 2005) an drei Universitäten in Niedersachsen (Göttingen, Lüneburg, Hildesheim) zumindest teilweise umgesetzt ist. Grundgedanke ist dabei, der Universität ein Stiftungskapital zur Verfügung zu stellen, aus dessen Erträgen sich die Universität finanziert. Das soll die Universitäten von staatlichen Zwängen befreien und flexibler in ihren Entscheidungen machen. Traditionell existiert dieses Modell in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die bekannten Universitäten verfügen dort über ein sehr großes Stiftungskapital, das aus v.a. Wirtschaftserträgen und Erbschaften sowie privaten Schenkungen resultiert.
- Zunehmend werden aber auch in Deutschland Privatuniversitäten gegründet. Kleinere Stiftungs- und Privatuniversitäten, wie sie traditionell im anglo-amerikanischen Raum existieren, haben häufig mit dem Problem zu kämpfen, nicht finanziell in zu starke Abhängigkeit von einem bestimmten Sponsor zu geraten. Zudem sind eine weitere Finanzierungsquelle Studiengebühren in erheblicher Höhe, was zu einer finanziellen Auslese unter den Studieninteressierten führen kann.
- Die German University Cairo (GUC) in Kairo/Ägypten ist das zurzeit weltweit größte von Deutschland unterstützte Projekt im Bildungsbereich. Historisch werden auch mittelalterliche Bildungseinrichtungen in außereuropäischen Ländern (in Afrika und Asien, dabei vor allem im islamischen Raum) als Universitäten bezeichnet, die nicht alle Merkmale einer euopäischen Universität erfüllen (siehe auch: Madrasa). Dabei ist vor allem die Verleihung akademischer Grade als speziell europäische Erfindung zu betrachten. Bildungseinrichtungen der Antike, so zum Beispiel im antiken Ägypten, Griechenland oder im Römischen Reich werden in der Regel nicht als Universitäten bezeichnet.

Struktur

Madrasa In Deutschland sind die meisten Universitäten heute als öffentlich-rechtliche Körperschaften organisiert und unterstehen der Aufsicht der Bundesländer. Zuständig ist entsprechende Ministerium beziehungsweise der Senator für Wissenschaft und Kunst. Für allgemeinbildende Schulen ist in der Regel ein anderes Ministerium zuständig. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss beinahe aller deutschen Universitäten und Hochschulen und vertritt die Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die Hochschulrektorenkonferenz wurde am 21. April 1949 als Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) gegründet und vertrat anfangs nur die Universitäten und sog. "wissenschaftlichen" Hochschulen (d.h. diejenigen mit Promotionsrecht) der früheren Bundesrepublik und West-Berlins. Seit 1974 wurden auch andere Hochschulen und Fachhochschulen aufgenommen. Nach der Wiedervereinigung kamen auch die Hochschulen aus der ehemaligen DDR dazu. Deshalb erfolgte auch im Jahre 1990 die Umbenennung. Die HRK hat gegenwärtig 262 Mitgliedshochschulen, an denen circa 98 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind. Auf der Ebene der Bundesländer arbeiten die jeweiligen Landesrektorenkonferenzen. In der Schweiz sind die Kantone Träger der Universitäten und Hochschulen. Einzige Ausnahme ist die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, die von der Schweizer Bundesregierung getragen wird. Die Lernenden an einer Universität bezeichnet man als Studenten oder heute zunehmend als "Studierende". Die verschiedenen Arten von Lehrenden werden unter dem Oberbegriff Dozenten zusammengefasst. Lehre und Forschung werden an einer Universität von den Professoren des entsprechenden Faches eigenverantwortlich geleitet. An der Spitze einer Universität steht ein Rektor (traditionelle Anrede: Magnifizenz) oder Präsident, der in der Regel selbst ein Universitätsprofessor ist. Der Leiter der Verwaltung wird in der Regel Kanzler genannt. Ein Kanzler einer Universität ist in der Regel ein Verwaltungsfachmann und kein Wissenschaftler. Als wichtigstes Entscheidungsgremium fungiert der Senat, in dem Professoren, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sowie teilweise auch Studenten ihren Sitz haben. Universitäten gliedern sich in einzelne Fakultäten, Fachbereiche oder Departemente, die von einem Dekan (traditionelle Anrede: Spektabilität) geleitet werden (siehe auch: Medizinische Fakultät, Theologische Fakultät). Die Position des Dekans wechselt turnusmäßig zwischen den Professoren der Fakultät (siehe auch: Fakultätsentwicklung). Fakultäten haben ein eigenes Siegelrecht und das Recht, akademische Prüfungen abzunehmen sowie daraufhin die entsprechenden akademischen Grade zu verleihen. Die akademischen Grade, insbesondere der Doktortitel sind deshalb auch immer fakultätsspezifisch. Diese Eigenständigkeit der Fakultäten geht bis auf das Mittelalter zurück, als die Universitäten erst langsam aus eigenständigen Einheiten zusammengewachsen sind. Die Fakultäten gliedern sich wiederum in die einzelnen "Institute" oder "Seminare", an denen die jeweiligen Fächer unterrichtet werden. Diese Einrichtungen werden von einem der dort lehrenden Professoren (zum Beispiel mit dem Titel "Institutsdirektor") geleitet. Siegel Zu jeder Universität gehören auch zentrale, fakultätsübergreifende Einrichtungen.
- Ein Beispiel ist das Studentenwerk, das sich um die sozialen Belange der Studenten kümmert. So sorgen Studentenwerke für einen regelmäßigen preiswerten Mittagstisch, die so genannte Mensa (lat. für "Tisch"), und betreiben Studentenwohnheime.
- Das Studentensekretariat ist in einer Universität für die Verwaltung der Studenten zuständig. Hier immatrikulieren und exmatrikulieren sich die Studenten. Aufgrund der hier geführten Unterlagen ist das Sekretariat auch in der Lage, Studienbescheinigungen für die unterschiedlichsten Zwecke auszustellen.
- Wichtig für die wissenschaftliche Arbeit sind die Universitätsbibliotheken, die für die Sammlung und Bereithaltung der erforderlichen wissenschaftlichen Literatur zuständig sind. Dabei werden nicht nur Bücher (Monografien) beschafft, sondern auch wissenschaftliche Zeitschriften und Buchreihen abonniert.
- Das Sportzentrum einer Universität ist in der Regel nicht nur für die Forschung und Lehre im Bereich der Sportwissenschaften zuständig, sondern bietet auch für Studenten aller Fakultäten Trainingsmöglichkeiten in den verschiedensten Disziplinen im Rahmen des Universitätssports an. An einigen Universitäten gibt es Universitäts-Sportclubs (USC).
- Alle Universitäten mit Medizinischer Fakultät haben ein Universitätsklinikum, was einen größeren Posten im Etat der jeweiligen Universität darstellt. Die Chefärzte der einzelnen Fachkliniken sind in der Regel Universitätsprofessoren.
- Das Universitäts-Rechenzentrum ist eine zentrale Einrichtung, die informationstechnische (IT) Infrastruktur (Zentralrechner, Server etc.) bereithält und IT-Dienstleistungen erbringt. Aufgrund der zunehmenden Nutzung von Online-Medien in Lehre und Forschung gewinnen diese Einrichtungen weiter an Bedeutung.
- Weitere institutsübergreifende Einrichtungen können zum Beispiel größere Laboratorien, Observatorien oder Botanische Gärten sein, die von naturwissenchaftlichen Fakultäten unterhalten werden. Manche Institute unterhalten Museen oder Sammlungen für Archäologie, Völkerkunde, Paläontologie oder Biologie.

Ablauf der akademischen Ausbildung

Der Weg zum Examen

Biologie] Das Studium beginnt für den Studenten mit der Immatrikulation und endet mit der Exmatrikulation. Das Studienjahr ist in zwei Semester unterteilt, an manchen Spezialuniversitäten in drei Trimester. Nach der Hälfte des Studiums wird in der Regel eine Zwischenprüfung abgelegt, die oft fakultätsspezifische Bezeichnungen trägt. So legen Mediziner nach der Hälfte ihres regulären Studiums ihr Physikum ab, bevor sie mit dem Klinikum beginnen. Nach dem Hauptstudium, der zweiten Hälfte der regulären Studienzeit, legt der Student sein Examen ab, das auch wieder fakultätsspezifisch nach dem zu erlangenden akademischen Grad bezeichnet wird ("Magisterprüfung", "Diplomprüfung" etc.). Für die Zulassung zum Examen werden Leistungsnachweise, die so genannten "Scheine", verlangt. Zum Examen müssen in der Regel schriftliche und mündliche Prüfungen abgelegt sowie oft eine schriftliche Arbeit eingereicht werden, die nachweisen soll, dass der Student in der Lage ist, den Forschungsstand der von ihm studierten Wissenschaft wiederzugeben. Bei Prüfungen, die auf den Staatsdienst vorbereiten (Rechtswissenschaften, Lehramt etc.) oder einer besonderen staatlichen Aufsicht unterliegen (Medizin, Pharmazie, Lebensmittelchemie etc.), wird ein Staatsexamen abgelegt. Theologen werden für die kirchliche Laufbahn durch eine kirchliche Prüfung qualifiziert. Nach dem erfolgreichen Examen bekommt der Student einen fakultätsspezifischen akademischen Grad (Diplom, Magister etc.) verliehen, der berufsqualifizierend ist. Im Rahmen des im Jahre 1999 begonnen Bologna-Prozesses wird sich diese Struktur des akademischen Studiums bis zum Jahre 2010 grundsätzlich ändern. Bereits heute werden die Studiengänge in Deutschland sukzessive auf die Erreichung der neuen Master- und Bachelor-Abschlüsse umgestellt, die europaweit harmonisiert werden und vergleichbar sein sollen. EU-übergreifend haben sich 45 Länder diesem Prozess angeschlossen.

Der Weg zum Doktorgrad

Nach dem Examen kann ein Promotionsstudium begonnen werden, nach dessen Abschluss der Doktorand den Doktorgrad erwirbt, was in einigen Fakultäten für die Berufsqualikation erwartet wird. Dies sind vor allem die Geistes- und Naturwissenschaften sowie die Medizin. Die Promotion wird durch die Vorlage einer Dissertation, einer eigenständigen Forschungsarbeit, erlangt sowie durch das Bestehen eines Rigorosums, einer wissenschaftlichen Disputation, in deren Verlauf der Doktorand seine Arbeit wissenschaftlich argumentativ verteidigen muss.

Der Weg zum Professorentitel

Nach der Promotion kann sich der Doktor - in der Regel in der Position eines "wissenschaftlichen Mitarbeiters" oder "Assistenten" - auf die Habilitation vorbereiten, nach deren Abschluss er die Venia legendi erhält. Dies ist die Erlaubnis, an einer Universität Vorlesungen zu halten. Diese Vorlesungen kann er, wenn er noch keine Professorenstelle eingenommen hat, als Privatdozent halten. Angestrebt wird aber die Einnahme einer Position als Professor, die nach einem bestimmten Berufungsverfahren erfolgt. Eine Professorenstelle ist in Deutschland traditionell eine Beamtenposition und mit einer Einstellung in den Staatsdienst auf Lebenszeit verbunden. Das bisherige Verfahren befindet sich im Zusammenhang mit der Reform der Ausbildungsysteme im Umbruch. Neuerdings gibt es auch die Einrichtung des Juniorprofessors, eine Position, die auch ohne Habilitation erreicht werden kann. Dies dient der Harmonisierung der akademischen Laufbahnen in Europa, da die meisten Länder außerhalb des deutschsprachigen Raums keine Habilitation kennen. Des Weiteren wird als zwingende Voraussetzung für eine Professorenstelle eine Habilitation nicht mehr verlangt. In manchen Fachbereichen (Kunst, Design, Architektur) kann auch derjenige Lehrstuhlinhaber werden, der anstatt einer promotion so genannte promotionsgleiche Leistungen nachweist; hierzu zählt eine umfangreiche Publikationsliste.

Geschichte

Altertum

Juniorprofessor, 1510/11, Stanzen des Vatikans, Rom.]] Die abendländischen Universitäten sind Erzeugnisse des späteren Mittelalters, doch haben ältere Vorbilder auf ihre Entstehung mehr oder weniger eingewirkt. Als solche sind zunächst die großen Lehranstalten des späteren Altertums zu nennen: Das von Ptolemäos Philadelphos um 280 v. Chr. gegründete Museion zu Alexandria, die Philosophenschule zu Athen, anstaltlich verfasst namentlich durch Kaiser Hadrian und Herodes Atticus (130 n.Chr.), und die nach diesen Mustern gebildeten Athenäen zu Rom (135), Lugdunum (Lyon), Nemausus (Nîmes), Konstantinopel (424). Ferner kommen in Betracht die arabischen Medressen, unter denen im früheren Mittelalter die zu Córdoba, Toledo, Syrakus, Bagdad und Damaskus hohen Ruf genossen.

Klosterschulen

Direkter schlossen die ersten Universitäten sich an die alten Kloster- und Domschulen an, unter denen schon im 8. und 9. Jahrhundert einzelne, wie beispielsweise Tours, St. Gallen, Fulda, Lüttich, Paris als scholae publicae von auswärts zahlreiche Schüler an sich gezogen hatten. Bis Ende des 11. Jahrhunderts lehren die Magister ausschließlich im Auftrag eines Domkapitels oder Kollegiatstifts, oftmals mit kirchlichen Pfründen versehen. Im 12. Jahrhundert treten jedoch immer mehr wandernde Magister und Scholaren auf und viele Kathedralschulen und abgelegene Klosterschulen können mit der regionalen Schwerpunktbildung nicht mehr mithalten. Hinzu treten die seit dem 11. Jahrhundert laut werdenden kirchlichen Bedenken gegen die Lehrtätigkeit von Mönchen. Die Ausbildung des Diözesanklerus hält sie zwar am Leben, das Niveau bleibt aber auf Elementarausbildung beschränkt. 1155 erlässt Kaiser Friedrich I. die Authentica „Habita“, die die wandernden und sich in Korporationen zusammenschließenden Schüler und Lehrer schützt und ihnen Gerichtswahl unter Bischof oder Magister sichert. Zumal für Finanzverwaltung und Rechtswesen benötigen Adel wie auch die päpstliche Kurie ausgebildete Scholaren, so dass seit 1200 Klärungen ihrer Rechtsstellung zugunsten von bischöflichem Jurisdiktionsprimat vor allem über die Lehrbefugnis autonomer Forschung und Lehre. Eine zunehmend um ihrer selbst willen und nicht mehr für die kirchliche Ausbildung betriebene Wissenschaft ermöglicht freilich erst die im 13. Jh. aus der Verbindung der Magister mit den Kathedralschulen entstandene, als Organisationsform aber neue Universität. Diese Entwicklung bleibt freilich zunächst regional beschränkt, erfasst etwa das deutsche Reich sehr verspätet und so bleibt die Universität teils bis zum 15. Jahrhundert im kirchlichen Rahmen.

Mittelalterliche Universitäten

kirchlichen Die ersten Universitäten, die nach heutigem Sprachgebrauch jedoch nur einzelne Fakultäten waren, finden wir im 11. Jahrhundert in Italien; es waren die Rechtsschulen zu Ravenna, Bologna und Padua und die medizinische Schule von Salerno. Festere korporative Verfassung als Hochschule, obwohl immer noch klerikaler Art, errang zuerst die Universität zu Paris, die seit dem 12. Jahrhundert die Führung auf dem Gebiet der Theologie und Philosophie übernahm und als die eigentliche Heimat der Scholastik bezeichnet werden muss.
Die Universität zu Paris wurde Ausgangspunkt und Muster für fast alle abendländischen Universitäten, besonders die englischen, unter denen Oxford durch eine Auswanderung aus Paris unter der Königin Blancha von Kastilien (1226-36), der Ehefrau Ludwig IX. mindestens erst zu höherer Bedeutung gelangte, und die deutschen. Eine mit besonderen staatlichen und kirchlichen Privilegien ausgestattete Fakultät bildeten freilich schon früher die Juristen in Bologna. Als die Bedeutung dieser Körperschaften für das geistige Leben der Völker wuchs, nahmen die Päpste die Schutzherrschaft über die neuen Anstalten in Anspruch und dehnten den besonderen Gerichtsstand, den die Kirche für ihre Angehörigen besaß, auch auf die weltlichen Universitätsangehörigen aus.

Nationen und Fakultäten

Bild:Universität_Leipzig_-_Sächsische_Nation.jpg|Universität Leipzig: Abzeichen der (nieder-) sächsischen Landsmannschaft Bild:Universität_Leipzig_-_Meißnische_Nation.jpg|Abzeichen der meißnischen Landsmannschaft Bild:Universität_Leipzig_-_Polnische_Nation.jpg|Abzeichen der polnischen Landsmannschaft Bild:Universität_Leipzig_-_Bayrische_Nation.jpg|Abzeichen der bayerischen Landsmannschaft Die innere Organisation der Universitäten orientierte sich ab 1249 an den verschiedenen Nationalitäten, wobei sich die kleineren an eine der größeren anschlossen. So entstand in Paris die Einteilung in vier so genannte Nationes: Gallikaner oder Gallier (zu denen auch Italiener, Spanier, Griechen und Morgenländer zählten), Picarden, Normannen und Engländer (die auch die Deutschen und weitere Nord- und Mitteleuropäer beinhalteten). Diese Einteilung galt sowohl für die Universitätsschüler als auch -lehrer. Normannen in Prag]] Jede Nation hatte ihre besondern Statuten, besondere Beamten und einen Vorsteher (Prokurator). Die Prokuratoren wählten den Rektor der Universität. Papst Honorius III. verordnete 1219, dass nur diejenigen Gelehrten zu Lehrern wählbar wären, die vom Bischof oder vom Scholastikus des zuständigen Stifts die Lizenz dazu erhalten hätten. Allmählich entstanden jedoch zunftartige Verbände unter den Lehrern (magistri, Meistern) der Theologie, der Jurisprudenz und der Medizin, die als geschlossene Kollegien zuerst 1231 von Gregor IX. in Paris anerkannt und ordines oder facultates, Fakultäten, genannt wurden. Diese Einteilung löste allmählich die der Nationen ab. Etwas später nahm auch das Kollegium der Artisten, das heißt der Lehrer der "sieben freien Künste", die Verfassung einer vierten Fakultät an, die jedoch bis in die spätere Neuzeit zunächst nur die Aufgabe hatte, für das Studium einer der höheren Fachwissenschaften vorzubereiten. Dementsprechend waren ihre Lehrer häufig auch Scholaren in einer der oberen Fakultäten. Vorrecht der Fakultäten war bald die Verleihung akademischer Grade. In Paris waren dies drei Hauptgrade, die der Bakkalarien (Bakkalaureen), Lizentiaten und Magister (Meister). Die Bakkalarien wurden von den einzelnen Magistern ernannt; der Grad eines Lizentiaten wurde nach einer Prüfung durch die Fakultätsmeister von Seiten der Kanzler oder Bischöfe erteilt, die aber zuletzt nur noch ihre Bestätigung gaben. Nur die Magister hatten das uneingeschränkte Recht, als Lehrer ihrer Fakultät aufzutreten. Sie hießen auch oft Doktoren. In Deutschland galt die Bezeichnung Doktor meist für die drei alten oder oberen Fakultäten, während die Fakultäten der freien Künste Magister ernannten. Die Ernennung zum Doktor wurde als Promotion bezeichnet. Diese fanden meistens unter festlichen Zeremonien statt, als Zeichen der Doktorwürde wurde der Doktorhut überreicht.

Kollegien

Ein drittes für die mittelalterliche Verfassung der Universität wichtiges Institut waren die Kollegien oder Kollegiaturen; ursprünglich kirchliche Anstalten, in denen Studierende freien Unterhalt, Lehre und Beaufsichtigung fanden. Eins der ersten Universitätskollegien war die berühmte Pariser Sorbonne. Vorwiegend in Deutschland traten zusätzlich als private, dem Kolleg ähnliche Einrichtungen die Bursen auf; in England und Frankreich verbreiteten sich hingegen die Kollegien stärker, in denen später auch der Unterricht statt fand. Zusätzlich zu Kollegs- oder Bursenangehörigen gab es im Mittelalter die so genannten fahrenden Schüler unterschiedlichster Alters- und Bildungsstufen.

Alte Universitäten im deutschen Sprachraum und in Mitteleuropa

Das deutsche Universitätswesen hat seine Ursprünge im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (HRR) mit der Gründung der Universität Prag 1348 durch Karl IV. Die dort vertretenen vier Länder waren: Böhmen, Polen, Bayern und Sachsen. Es entstanden vor der Reformation zahlreiche weitere Universitäten, so zum Beispiel 1365 in Wien, 1386 in Heidelberg, 1392 in Erfurt, 1402 in Würzburg, 1409 in Leipzig, 1419 in Rostock, 1456 in Greifswald und 1477 in Tübingen. Tübingen Durch die rasante Entwicklung der Landesfürstentümer seit dem 15. Jahrhundert und die humanistische Bewegung wurde die Bindung zwischen Kirche und Universität gelockert. Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden weitere, zum Teil dezidiert evangelische (lutherische oder calvinistische), Universitäten (z.B. Marburg 1527, Albertina (Königsberg) 1544, Gießen 1607, Kiel 1665). Viele dieser Hochschulen dienten den jeweiligen Landesherren dazu, selbst die Fachleute auszubilden, die für die Verwaltung der Territorien dringend benötigt wurden. Es entstand zudem eine Mittelform zwischen den so genannten lateinischen Schulen (Gymnasien) und Universitäten, die als akademische Gymnasien oder gymnasia illustria bezeichnet wurden. Diese wurden von freien Städten und kleineren Landesfürsten eingerichtet, um ein Abwandern der gebildeten Jugend zu den Universitäten zu vermeiden. Sie unterschieden sich von den Universitäten meist in der Größe und darin, dass sie keine Titel verleihen konnten. Mehrere dieser akademischen Gymnasien entwickelten sich später zu wirklichen Hochschulen. freien Städten Während im protestantischen Norden die Universitäten im allmählichen Übergang Staatsanstalten mit einer gewissen korporativen Selbständigkeit wurden, blieben die "neuen" jesuitischen Universitäten des 16. und 17. Jahrhunderts (Würzburg 1582, Olmütz 1573, Graz 1582, Paderborn 1614), nach deren Muster auch mehrere der schon bestehenden katholischen Universitäten umgestaltet wurden, dem älteren Typus im Wesentlichen treu. An den protestantischen Universitäten entstanden in dieser Zeit die Studentenverbindungen, gleichzeitig fand eine Beteiligung der Studenten an der Universitätsverwaltung nicht mehr statt. Die Wahl junger, studierender Fürsten zum Rektor wurde reine Formsache, da die eigentliche Verwaltung von Prorektoren, die aus der Gruppe der Professoren gewählt wurden, geführt wurde.

Alte Universitäten in Osteuropa


- Universität Vilnius gilt als die älteste Universität im Baltikum. Gegründet von Jesuiten 1579.
- Immanuel-Kant-Universität Kaliningrad, Preußen, 1544 von Herzog Albrecht gegründet.

Verfassung des Lehrkörpers

In der Zeit von 1500 bis 1650 begann auch die Entwicklung des akademischen Lehrkörpers zu der im Wesentlichen noch heute geltenden Verfassung. Danach bilden die ordentlichen Professoren (professores publici ordinarii) als vollberechtigte Mitglieder der vier Fakultäten den akademischen (großen) Senat. Die ordentlichen Professoren einer Fakultät wählen aus ihrer Mitte den Dekan, sämtliche ordentliche Professoren den Rektor. Zudem gibt es nicht dem Senat angehörige Professoren und Privatdozenten, die zwar eine Lehrerlaubnis, aber keine Lehrverpflichtung haben.

Moderne Universitäten

Erste Vorlesungen in deutscher Sprache hielt Christian Thomasius an der durch seine Bemühungen gegründeten Universität in Halle. Dort erschien auch unter seiner Leitung die erste kritische akademische Zeitschrift. Die erste Universität, die mit einer Akademie der Wissenschaften verbunden wurde, war die Universität Göttingen. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt an den Universitäten vom Sammeln, Ordnen und Vermitteln von Wissen verstärkt hin zur Forschung, also zum Erzeugen von Wissen. Dies geschah inspiriert durch das Humboldtsche Bildungsideal der Einheit von Forschung und Lehre, das in der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin, der heutigen Humboldt-Universität begründet wurde und weltweite Nachahmung fand. In den 1880er Jahren begann eine Neuordnung der Fakultäten an den Universitäten, so entstanden natur-, staats-, geistes- oder wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten. Zudem wurden die akademischen Seminare beliebt, bei denen die Studierenden unter Anleitung praktische Übungen durchführen. Gleichzeitig entwickelten sich die Laboratorien, Observatorien und Kliniken, so dass in den Naturwissenschaften und in der Medizin eine praxisnahe Ausbildung vorgenommen werden konnte. Allerdings traten in dieser Zeit auch erstmals "überfüllte" Studiengänge auf. Einen besonderen Typus der Universität stellt die Stiftungsuniversität dar (Frankfurt am Main, 1912/14). Der anhaltende wirtschaftliche Nachkriegsaufschwung und spätere Bildungsreformen gewährten in der Bundesrepublik ab 1960 allmählich Kindern aus allen gesellschaftlichen Schichten einfachen Zugang zu höherer Bildung. Ab 1970 wurden neue Universitäten und Gesamthochschulen gegründet, u.a. in Bremen, Bochum, Augsburg, Regensburg, Düsseldorf, Oldenburg, Trier in Deutschland sowie Salzburg und Linz in Österreich. Die seit 1965 aufkommende Studentenbewegung war ein Teil des internationalen reformerischen Aufbruchs, der besonders 1968 von Berkeley (USA) über Paris, Berlin bis Prag reichte. Die deutsche "68-er"-Generation rebellierte gegen das Totschweigen der Verbrechen des "Dritten Reiches" durch die Elterngeneration und deckte die unaufgearbeiteten Verstrickungen erheblicher Teile der deutschen Wissenschaft in der Hitlerzeit auf. Der die Diskussion bestimmende Teil der damals Studierenden sah die gründliche Aufarbeitung und Abkehr von Traditionen, die das Dritte Reich vorbereitet hatten, als Voraussetzung für jeden weiteren wissenschaftlichen und sozialen Fortschritt an. Der gesellschaftliche Umbruch reichte über die Universitäten hinaus: In der Bundesrepublik Deutschland begann die neu gebildete Sozialliberale Koalition eine Aussöhnungspolitik mit dem Osten und schuf damit wesentliche Voraussetzungen für die heutige deutsche Einheit. Die sexuelle Revolution, Dritte-Welt-Solidarität, Ökologiebewegung, Hausbesetzerbewegung, aber auch der RAF-Terrorismus waren nur einige Aspekte, die die tiefgreifende Veränderung des gesellschaftlichen Klima zeigten. Die Studentenbewegung hat die universitäre Landschaft nachhaltig beeinflusst: Eine erweiterte Mitbestimmung - Drittel- und Viertelparität - in den Universitätgremien der akademischen Selbstverwaltung eröffnete den Studenten eine Fülle an neuen politischen Wirkungsmöglichkeiten. Es existiert heute an den Universitäten eine pluralistische Vielfalt von Vereinigungen. Darunter sind studentische Selbstverwaltungsorgane wie AStA-Referate für hochschul- und gesellschaftspolitische Fragen (z.B. Schwulenreferate, Ausländerreferate), politische Fachbereichsinitiativen, Freizeiteinrichtungen, z.B. Studentencafés, Entrepreneur-Vereine und Ausgründungsinitiativen zur Karriere-Förderung. Studentische Dachverbände wie die fzs verstehen sich bewusst als Gegengewicht zu herkömmlichen Studentenverbindungen, lehnen diese ab und bekämpfen sie offen. Neben den staatlichen und den privaten kommerziellen Universitäten gab es auch immer wieder Versuche, nichthierarchisch organisierte "offene" Universitäten zu schaffen. Einen solchen Versuch stellt gegenwärtig die [http://www.offeneuni.tk Offene Universität Berlins] dar. Die German University Cairo (GUC) in Kairo/Ägypten ist das zurzeit weltweit größte von Deutschland unterstützte Projekt im Bildungsbereich. Mit Unterstützung der Universitäten Ulm und Stuttgart wurde die GUC im Jahre 2001 gegründet und hatte bereits zwei Jahre später 3.300 Studierende mit einem Frauenanteil von 40 Prozent. Eine derzeit große Veränderung in der europäischen Hochschullandschaft ist das Bestreben zur Harmonisierung und Internationalisierung des europäischen Hochschulraums (Bologna-Prozess), der weit über die EU-Grenzen hinausgreift und an dem sich 45 Länder beteiligen. Wichtigste Veränderung für die Studenten ist dabei der einheitliche Wechsel der Studienabschlüsse zum angelsächsischen Bachelor und Master bis 2010. Damit soll ein einfacherer Universitätswechsel sowie eine leichtere Anerkennung und ein besserer Vergleich der Studienabschlüsse beim Berufseinstieg oder -wechsel über alle Ländergrenzen hinweg erreicht werden. Moderne Universitätsbauten im Bild: Bild:Tübingen_Uni.jpg|Eberhard-Karls-Universität Tübingen: Blick auf naturwissenschaftliche und medizinische Fakultäten "Auf der Morgenstelle" Bild:Marburger_Mensa_Lahnberge.jpg|Universität Marburg: Mensa auf den Lahnbergen Image:Goe.Uni.Nordbereich.Faculty.Buildings.May.2005.image01.JPG|Universität Göttingen: Nordbereich Bild:Berlin_Charlottenburg_TU-Berlin_Hauptgebaeude.jpg|Technische Universität Berlin: Hauptgebäude Image:CAUKielLuftaufnahmeUniBib.jpg|Unibibliothek und Fakultätenblöcke der Universität Kiel Bild:Uni_Hohenheim.jpg|Biologiezentrum der Universität Hohenheim

Die ältesten europäischen Universitäten

siehe auch: Graphische Darstellung der europäischen Universitäten

Liste von Universitäten


- Liste deutscher Hochschulen
- Liste der afrikanischen Universitäten
- Universitäten in Australien
- Liste niederländischer Universitäten
- Österreichische Universitäten und Fachhochschulen
- Schweizer Universitäten und Fachhochschulen
- Liechtensteiner Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Italienische Universitäten und Hochschulen
- Japanische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Britische Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen
- Universitäten in Kalifornien
- Spanische Universitäten
- Universitäten in Tschechien
- Universitäten in der Ukraine
- Universitäten in Frankreich
- Universitäten in Türkei

Literatur


- Karl Griewank: "Deutsche Studenten und Universitäten in der Revolution von 1848", Böhlau 1949, ISBN B0000BIRT2
- Die Idee der deutschen Universität: die fünf Grundschriften aus der Zeit ihrer Neubegründung durch klassischen Idealismus und romantischen Idealismus (darin u.a. Wilhelm von Humboldt: Über die innere und äußere Organisation der höheren wissenschaftlichen Anstalten in Berlin. 1810). Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1956, ISBN B0000BJR17
- Ernst Anrich: "Die Idee der deutschen Universität und die Reform der deutschen Universitäten", Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1960, ISBN B0000BFU6B
- Walther Hubatsch: "Deutsche Universitäten und Hochschulen im Osten", Westdeutscher Verlag 1964, ISBN B0000BOSE0
- Joachim Ehlers, Die hohen Schulen. In: Peter Weimar (Hrsg.): Die Renaissance der Wissenschaften im 12. Jahrhundert, Zürich 1981, 57-86.
- Michael Klant, Universität in der Karikatur - Böse Bilder aus der kuriosen Geschichte der Hochschulen, Hannover 1984, ISBN 3-7716-1451-1
- Klaus Heinrich, Zur Geistlosigkeit der Universität heute, Universität Oldenburg 1987, ISBN 3814210085
- Otto Krammer: "Bildungswesen und Gegenreformation. Die Hohen Schulen der Jesuiten im katholischen Teil Deutschlands vom 16. bis zum 18. Jahrhundert", ISBN 3923621302
- Johann J. Engel, Johann B. Erhard, Friedrich A. Wolf: "Gelegentliche Gedanken über Universitäten", ISBN 3379005312
- M. J. F. M. Hoenen, Jakob Hans Josef Schneider, Georg Wieland (Hrsg.): "Philosophy and Learning. Universities in the Middle Ages" Brill Leiden 1997, ISBN 9004102124
- Beate Krais, Wissenschaftskultur und Geschlechterordnung. Über die verborgenen Mechanismen männlicher Dominanz in der akademischen Welt, Frankfurt am Main/New York, Campus 2000, ISBN 3593362309
- Dieter Langewiesche, Wozu braucht die Gesellschaft Geisteswissenschaften? Wieviel Geisteswissenschaften braucht die Universität? In: Florian Keisinger u. a. (Hrsg.): Wozu Geisteswissenschaften? Kontroverse Argumente für eine überfällige Debatte, Frankfurt a. M./New York 2003 ISBN 359337336X
- Christian Bremen, Armin Heinen, Rüdiger Stotz: "Die Europäische Union als Rechts- und Verfassungsraum. Zukünftige Aufgaben und Gegenwart : Vorträge und Diskussionen eines Kolloquiums der Universitäten Aachen, Lüttich, Maastricht, 3.-5. April 2000", Itschert, Michael 2000, ISBN 3897960648
- Wolfgang E.J. Weber, Geschichte der europäischen Universität, Kohlhammer Stuttgart 2002, ISBN 3170164821
- Franco Cardini, Mariaterese Fumagalli Beonio-Brocchieri (Hrsgg.), Universitäten im Mittelalter. Die Europäischen Stätten des Wissens. München 1991, ISBN 3517012726

Siehe auch


- Akademisches Auslandsamt, Auslandsstudium
- Universitätsbibliothek
- Dies academicus
- Eliteuniversität, Ivy League
- Kinder-Uni, Bürgeruniversität
- Liste der Fachgebiete, von der aus auch Artikel zu den einzelnen Studienfächern verlinkt sind
- Studentenverbindung, Studentenstiftung
- Universitätsgeschichte
- Studentenunruhen, Studentenprotest
- Hochschulreform, Centrum für Hochschulentwicklung
- Stiftungsuniversität,

Weblinks


- [http://www.studieren.de/hochschulliste.asp?show=alle Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien in Deutschland]
- [http://de.wikiversity.org/ Wikiversität]
- [http://www.daad.de/portrait/de/1.10.1.html Wie wettbewerbsfähig ist die deutsche Universität ?]
- [http://univ.cc/?dom=ru&key=&start=1 Universities Worldwide]
- [http://www.braintrack.com/index.htm Braintrack University Index]
- [http://www.colleges.com/index.html "Complete List of worldwide Universities and Colleges" (en.)] Kategorie:Akademische Bildung Kategorie:Studium ! Kategorie:Körperschaft des öffentlichen Rechts ja:大学 ko:대학교 ms:Universiti simple:University th:มหาวิทยาลัย

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ("alma mater jenensis", gelegentlich auch "Salana") liegt in der thüringischen Stadt Jena in Deutschland und hat nach Stand des Wintersemesters 2005 etwa 20.500 Studenten und 340 Professoren. Ihr Rektor ist der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Dicke. Der 317. Rektor der Universität löste am 1. September 2004 den Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Karl-Ulrich Meyn ab.

Gliederung

Karl-Ulrich Meyn Die Universität hat zehn Fakultäten und etliche Institute.
- Theologische Fakultät
- Rechtswissenschaftliche Fakultät :
- Institut für Rechtstatsachenforschung zum Deutschen und Europäischen Unternehmensrecht :
- Abbe-Institut für Stiftungswesen
- Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
- Philosophische Fakultät :
- Institut für Philosophie :
- Historisches Institut :
- Institut für Germanistische Literaturwissenschaft :
- Institut für Germanistische Sprachwissenschaft :
- Institut für Auslandsgermanistik :
- Institut für Altertumswissenschaften :
- Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients :
- Institut für Anglistik/Amerikanistik :
- Institut für Slawistik :
- Institut für Romanistik :
- Institut für Fremdsprachen :
- Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena
- Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften
- Fakultät für Mathematik und Informatik :
- Institut für Angewandte Mathematik :
- Institut für Stochastik :
- Mathematisches Institut :
- Institut für Informatik
- Physikalisch-Astronomische Fakultät :
- Institut für Angewandte Optik - Abbeanum :
- Institut für Festkörperphysik - I F K :
- Institut für angewandte Physik - iap :
- Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie :
- Theoretisch-Physikalisches Institut :
- Institut für Festkörpertheorie und Optik :
- Astrophysikalisches Institut und Universitäts-Sternwarte
- Chemisch-Geowissenschaftliche Fakultät :
- Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie :
- Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie :
- Institut für Physikalische Chemie :
- Institut für Technische Chemie und Umweltchemie :
- Institut für Glaschemie (Otto-Schott-Institut) :
- Institut für Geographie :
- Institut für Geowissenschaften
- Biologisch-Pharmazeutische Fakultät :
- Institut für Allgemeine Botanik und Pflanzenphysiologie :
- Institut für Spezielle Botanik mit Botanischen Garten Jena :
- Institut für Allgemeine Zoologie und Tierphysiologie :
- Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie mit Phyletischem Museum :
- Institut für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaften und Technik :
- Institut für Mikrobiologie :
- Institut für Ökologie :
- Institut für Biochemie und Biophysik :
- Institut für Ernährungswissenschaften :
- Institut für Pharmazie
- Medizinische Fakultät :
- Institut für Anatomie :
- Institut für Biochemie :
- Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie :
- Institut für Humangenetik und Anthropologie :
- Institut für Klinische Immunologie :
- Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik :
- Institut für Medizinische Mikrobiologie :
- Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Dokumentation :
- Institut für Pathobiochemie :
- Institut für Pathophysiologie :
- Institut für Pharmakologie und Toxikologie :
- Institut für Physiologie :
- Institut für Pathologie :
- Institut für Klinische Pharmakologie :
- Institut für Phoniatrie und Pädaudiologie :
- Institut für Medizinische Psychologie :
- Institut für Physiotherapie :
- Institut für Rechtsmedizin :
- Institut für Transfusionsmedizin :
- Institut für Vaskuläre Medizin :
- Institut für Antivirale Therapie und Virologie

Geschichte

1547 entwickelte der Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, der sich in den Fängen von Kaiser Karl V. befand, den Plan, eine Universität in Jena aufzubauen, nachdem ihm die Kurwürde genommen worden war und damit einhergehend die Universität Wittenberg an den bisherigen Herzog von Sachsen, Moritz von Sachsen, verloren ging. Dieser Plan wurde von seinen drei Söhnen ausgeführt. Nachdem Kaiser Ferdinand I. seine Zustimmung gegeben hatte, wurde der 1548 gegründeten Hohe Schule am 2. Februar 1558 die Rechte einer Universität verliehen. Das Jahr 1558 gilt als das offizielle Gründungsjahr der Universität. Mit der Existenz einer Universität sollte die Ausbildung von Juristen, Lehrern und besonders Geistlichen Augsburgischen Bekenntnisses in eigener, ernestinischer, Hand sichergestellt werden. Nach Aufteilung des nunmehrigen Herzogtums Sachsen infolge von Erbteilungen (Ernestinische Herzogtümer) fungierten die einzelnen Linien gemeinsam als Nutritoren der Hochschule, die als Landesuniversität fungierte. Ein vom Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach ernannter Kurator überwachte ab 1819 als Regierungsbevollmächtigter alle wichtigen Angelegenheiten der Universität und informierte die Ministerien der Erhalterstaaten. Dies waren nach 1826 Sachsen-Weimar-Eisenach,Sachsen-Altenburg, Sachsen-Gotha und Sachsen-Meiningen. Neben den Zuwendungen der Erhalter finanzierte sich die Universität durch die Ausübung von Herrschaftsrechten über die, zwischen Jena und Weimar gelegene, Stadt Apolda und später insbesondere aus beträchtlichen Zuwendungen der Carl-Zeiss-Stiftung. Lässt man die Jahre nach 1900 außer Betracht, so zeigte sich ein Höhepunkt der Studentenzahlen im 18. Jahrhundert, als der Ruf der Universität unter Karl August, dem Herrscher Goethes (1787-1806), Lehrende wie Johann Gottlieb Fichte, Georg Hegel, Friedrich Schelling, Friedrich von Schlegel und Friedrich Schiller nach Jena zog. Die Universität entwickelte sich zu einem Vorreiter des politischen Radikalismus unter den deutschen Universitäten. Stärker als an jeder anderen Universität war in Jena das Gedankentum, welches man häufig unter dem Begriff des studentischen Lebens - nämlich das Duellieren und das Streben nach Freiheit - zusammenfasst, verbreitet. Das Ende des 18. und der Anfang des 19. Jahrhunderts brachten die Gründung neuer Universitäten und die Verdächtigungen verschiedener Regierungen gegenüber den in Jena bekundeten demokratischen Ideen. Jena gilt als Gründungsort der ersten deutschen Burschenschaft. 1934 wurde die Universität zu Ehren Friedrich Schillers nach diesem benannt. Der Vorschlag für die Benennung der Universität kam von dem Thüringer NS-Gauleiter Fritz Sauckel. Im Dritten Reich hatten überzeugte Nationalsozialisten wie der Rasseforscher Karl Astel das Rektorat der Universität inne. Wichtiges Ereignis für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit war die Untersuchung der Vorwürfe gegen den Kinderarzt Ibrahim. Eine Senatskommission stellte die Beteiligung des Arztes an den "Euthanasie"-Morden an geistig oder körperlich behinderten Kindern fest. Nach kurzer Schließung nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Universität 15. Oktober 1945 ihren Betrieb als erste Hochschule in der Sowjetischen Besatzungszone unter dem Rektorat Friedrich Zuckers wieder auf. Neben dem Neubau der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek gelten die Sternwarte und der botanische Garten als Aushängeschilder der Universität. Jena gilt als führend in den Fächern Biologie, Physik und Psychologie und verfügt über ein gut ausgestattetes Universitätsklinikum. Im 20. Jahrhundert wurde die Universität durch die Kooperation mit den Zeiss-Werken gefördert. Die Universität Jena entwickelte sich jedoch auch zu einer Massenuniversität. Gab es 1905 noch 1.100 Studenten und 112 Hochschullehrer, so hat sich diese Zahl seither mehr als verfünfzehnfacht. Die Landesuniversität ist die älteste Hochschule Thüringens sowie die einzige Volluniversität des Freistaats. Zusammen mit der Universität Leipzig und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bildet Friedrich-Schiller-Universität den Mitteldeutschen Universitätsverbund ([http://www.univerbund.de Mitteldeutscher Universitätsverbund]). Die Hochschule gehört zu den Universitäten der Coimbra Group.

Hauptbau der Universität

1908 durch den Architekten Theodor Fischer in den Grundformen des niedergelegten Großherzoglichen Schlosses errichtet mit den Fakultätsfiguren von Adolf Brütt und reicher Kunstausstattung u.a. der Auszug der Jenenser Studenten in den Freiheitskrieg 1813 von Ferdinand Hodler und Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg von Charles Crodel (1925).

Bekannte Studenten und weitere bekannte Lehrende

Studenten


- Ernst Abbe
- Ernst Moritz Arndt(1769-1860), Historiker, Publizist; 1793/94 Studium der Theologie und Geschichte
- Alfred Edmund Brehm, Zoologe
- Matthias Claudius, Studium der Theologie und Rechtswissenschaften 1759-63, Dichter
- Friedrich Ludwig Gottlob Frege, Logiker, Philosoph, Mathematiker, Studium 1869-1871
- Friedrich Wilhelm August Fröbel, Begründer des Kindergartens
- Heinrich von Gagern, Studium der Rechtswissenschaften (1818/19), 1848 Präsident der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche
- Otto von Guericke, Studium der Rechtswissenschaften, Physiker
- Gunther von Hagens, Anatom und Erschaffer der Körperwelten Ausstellung
- Georg Phillipp Friedrich Freiherr von Hardenberg (Novalis), Studium der Rechtswissenschaften, Dichter
- Arvid Harnack, Studium der Rechtswissenschaften 1920-23, Jurist, Ökonom und Widerstandskämpfer
- Gerhart Hauptmann, Studium der Philologie und Altertumswissenschaften 1882/83
- Friedrich Hölderlin, 1795 in Jena, Dichter
- Cuno Hoffmeister, Astronom
- Hans Kniep (1881-1931) - Biologe (Dissertation Botanik)
- Karl Marx (Dissertation, 1840, kein Jenaer Student, er erhielt hier nur seine Dissertation)
- Carl Friedrich Naumann, Geologe
- Axel Oxenstierna, Studium der Theologie und Rechtswissenschaften (1602/03), schwedischer Reichskanzler unter König Gustav Adolf
- Samuel von Pufendorf, Studium des Naturrechts bei Erhard Weigel 1656-58, Jurist und Historiker
- Manfred Stolpe (ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs und Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen; Rechtswissenschaften)
- Ferdinand Tönnies, (Studium der Alten Sprachen und der Theologie) Begründer der deutschen Soziologie, 1855-1936
- Kurt Tucholsky, Promotion zum Dr. iur. 1915, Journalist, Schriftsteller und Publizist
- Emil Welti, Studium der Rechtswissenschaften 1844/47, Schweizer Politiker, Mitglied des Bundesrates und mehrmaliger Bundespräsident

Lehrende


- Alexander Cartellieri, Historiker
- S. Jost Casper, Botaniker und Limnologe
- Johann Gustav Droysen, Historiker
- Rudolf Eucken, Philosoph und Träger des Nobelpreises für Literatur
- Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach, Jurist
- Johann Gottlieb Fichte, Philosoph
- Jakob Friedrich Fries, Philosoph
- Carl Gegenbaur, Anatom
- Johann Jakob Griesbach, Theologe
- Karl Griewank, Historiker
- Ernst Haeckel, Zoologe und Philosoph
- Karl von Hase, Theologe
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Philosoph
- Cuno Hoffmeister, Astronom
- Christoph Wilhelm Hufeland, Mediziner
- Heinrich Luden, Historiker
- Lorenz Oken, Mediziner
- Gerhard von Rad, Theologe
- Friedrich Schiller, Historiker und Schriftsteller
- August Schleicher, Sprachwissenschaftler
- Erwin Schrödinger, Physiker und Träger des Nobelpreises für Physik
- William Thierry Preyer (1841-1897), Physiologe
- Max Wien, Physiker (Optik)
- Hans Berger, Neurologe und Psychiater (EEG)

Campus und Studentenleben

Studentengemeinden

In Jena sind eine Evangelische und die Katholische Studentengemeinde „Petrus Canisius“ angesiedelt

Studentenverbindungen

In Jena haben Studentenverbindungen im allgemeinen und Burschenschaften im besonderen eine lange Tradition. Denn hier in Jena konstatierte sich im Jahre 1815 die Urburschenschaft. Von mehr als 30 Verbindungen vor dem 2. Weltkrieg sind heute noch 13 aktiv, darunter zwei Penalverbindungen. Heute gibt es in Jena unter anderem drei Burschenschaften: Armina, Germania und Teutonia, zwei Kösener Corps: Corps Saxonia Jena und Corps Thuringia Jena, die katholische Salana Jenensis, sowie die Landsmannschaft Rhenania zu Jena und Marburg.

Museen und Sammlungen


- Akademisches Münzkabinett
- Botanischer Garten Jena
- Ernst-Haeckel-Haus
- Handschriften- und Inkunabelnsammlung
- Herbarium Haussknecht
- Inspektorhaus mit Goethe- Gedenkstätte
- Griesbachsches Gartenhaus
- Kustodie
- Medizinhistorische Sammlung
- Mineralogische Sammlung
- Paläobotanische Sammlung
- Pilz- und Referenz-Zentrum
- Phyletisches Museum
- Hilprecht-Sammlung
- Sammlung Antiker Kleinkunst
- Sammlungen des Lehrstuhls für Klassische Archäologie
- Sammlung früher Orient- Photographie
- Orientalisches Münzkabinett
- Schillers Gartenhaus
- Ur- und frühgeschichtliche Sammlung

Literatur


- Uwe Hossfeld, Jürgen John, Oliver Lehmuth und Rüdiger Stutz (Hrsg.), "Kämpferische Wissenschaft". Studien zur Universität Jena im Nationalsozialismus (Köln u.a. 2003), ISBN 3412041025 .
- Helmut G. Walther (Hg.), Aufbrüche. 450 Jahre Hohe Schule Jena, Jena, 1998.

Weblinks


- [http://www.uni-jena.de http://www.uni-jena.de] Offizielle Website der Friedrich Schiller Universität Jena
- [http://www2.uni-jena.de/philosophie/histinst/senatskomm/ Die Senatskommission zur "Aufarbeitung der Jenaer Universitätsgeschichte im 20. Jahrhundert" mit Auswahlbibliographie zur Geschichte der Universität Jena]
- [http://www.uni-jena.de/Geschichte.html FSU Jena - Geschichte der Universität Jena. Eigendarstellung der Hochschule]
- Jena Kategorie:Jena JenaKategorie:Bildung (Thüringen)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die heutige Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) (Deutschland) ist aus zwei Universitäten entstanden. Die eine wurde 1502 in Wittenberg gegründet, während die andere 1694 in Halle (Saale) gegründet wurde. Beide Universitäten hatten eine äußerst wechselvolle Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich, als sie 1817 vereinigt wurden. Ihren heutigen Namen "Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg" erhielt sie am 10. November 1933.

Geschichte

Universität Wittenberg

1933 Am 18. Oktober 1502 wurde auf Bestreben des Kurfürsten Friedrich der Weisen von Sachsen die Universität Wittenberg "Leucorea" als erste Universität nach der Leipziger Teilung auf dem ernestinischen Kurfürstentum Sachsen gegründet. Die Gründung galt der Ausbildung von fähigen Juristen, Theologen und Medizinern, für die sächsische Ernestische Landesverwaltung. Fünf Jahre nach der Gründung verband Kurfürst Friedrich die neue Hochschule mit dem Stift Allerheiligen. Der erste Rektor war Martin Pollich, sowie der Theologe Johann von Staupitz. Lehrer wie Andreas Bodenstein aus Carlstadt lehrten in der frühen Folgezeit an der Universität. Staupitz bewirkte 1508 die Berufung eines weiteren Augustinermönches: Martin Luther. Später wurden noch Nikolaus von Amsdorf und für die griechische Sprache Philipp Melanchthon berufen. Inhaltlich, wie strukturell, orientierte sich die Wittenberger Universität an den bereits bestehenden Universitäten in Deutschland. Die eigene Gerichtsbarkeit der Universität durch die übertragene Rechte Friedrich des Weisen gab ihr im 16. Jahrhundert einen Sonderstatus. Im jenem ereignisreichen 16. Jahrhundert entwickelte sich die Universität, zu einem der wichtigsten theologischen Zentren Europas. Mit dem Wiener Kongress 1815 kamen die sächsischen Gebiete um Wittenberg zu Preußen. Das führte dazu, dass die Universität von Wittenberg nach Halle verlegt und dort 12. April 1817 die Vereinigte Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg gegründet wurde. Als Ersatz bekam Wittenberg das evangelische Predigerseminar, das heute in den Räumen des Augusteum's seinen Sitz hat. Das Fridericianum wurde zur Kaserne umgebaut und in seiner späteren Entwicklung als Wohnraum genutzt. Wittenberg hatte damit seine wichtigste Institution verloren und entwickelte sich Fortan als Garnisons- und Industriestadt weiter. Initiativen zur Wiedergründung blieben stets erfolglos. Erst nach der Wende 1990 wurde in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, am 1. April 1994 die Stiftung Leucorea als Stiftung öffentlichen Rechtes gegründet.

Universität Halle

Die Universität Halle wurde 1694 durch den Rechtsgelehrten und Philosophen Christian Thomasius und den Philosophen Christian Wolff gegründet. Durch die praktischen ethischen Schriften Thomasius wurde die hallesche Universität zu einem Ausgangspunkt der deutschen Aufklärung. In den Folgejahren entstanden jedoch Konflikte mit der 1698 gegründeten Franckeschen Stiftungen, die das Zentrum des deutschen Pietismus wurde. Als Konsequenz der Unnachgiebigkeit Wolffs wurde dieser vom preußischen König unter Androhung der Todesstrafe des Landes verwiesen. Wolff, der mit Leibniz die Philosophie Deutschlands dominierte emigrierte nach Marburg, wo er umjubelt eintraf. Nachdem die Konflikte zwischen Wolff und den halleschen Pietisten abgeschwollen war, holte Friedrich II. Wolff 1743 wieder an die Universität Halle zurück. 1717 eröffnete J. Juncker an den Franckeschen Stiftungen das erste deutsche [http://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=1820 Universitätsklinikum]. Als erste Frau an einer deutschen Universität promovierte Dorothea Christiane Erxleben 1754 in Halle.

Universität Halle-Wittenberg

1754 Nachdem im Jahre 1994 das 300-jährige Gründungsjubiläum des halleschen Zweiges gefeiert wurde, fanden im Jahre 2002 die Feierlichkeiten zum großen gemeinsamen 500-jährigen Jubiläum der Wittenberger Universitätsgründung statt. Durch ihre lange Geschichte ist die Universität mit der Stadt Halle räumlich eng verwoben. Die Universität ist stetig gewachsen und hat sich langsam aber sicher über die gesamte Innenstadt, teilweise auch weit darüber hinaus, verbreitet. Viele Institute sind in alten Villen oder historischen Gebäuden untergebracht. Daneben wurden aber auch viele Universitätsgebäude neu errichtet oder umfassend renoviert. Das Empfangsgebäude der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg liegt direkt am Martin-Luther-Erinnerungs-Wanderweg.

Fakultäten


- Theologische Fakultät
- Juristische Fakultät - [http://www.jura.uni-halle.de Homepage]
- Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät - [http://www.wiwi.uni-halle.de Homepage]
- Medizinische Fakultät - [http://www.medizin.uni-halle.de Homepage]
  - Universitätsklinikum - [http://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=35 Homepage]
- Landwirtschaftliche Fakultät
- Philosophische Fakultät
  - FB Erziehungswissenschaften
  - FB Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften
  - FB Kunst-, Orient- und Altertumswissenschaften
  - FB Sprach- und Literaturwissenschaften
  - FB Musik-, Sport- und Sprechwissenschaft
- Mathematisch - naturwisschenschaftlich - technische Fakultät
  - FB Biochemie/Biotechnologie
  - FB Biologie
  - FB Chemie
  - FB Geowissenschaften
  - FB Ingenieurwissenschaften
  - FB Mathematik und Informatik
  - FB Pharmazie
  - FB Physik

Leucorea

Nachdem Napoleon die Universität Wittenberg 1813 schließen ließ, wurden in der Folge der napoleonischen Befreiungskriege und des Beschlusses des Wiener Kongresses am 31. Mai 1815, drei Fünftel des Landes Sachsen, darunter Wittenberg an Preußen übergeben. Das führte dazu, dass die Universität von Wittenberg nach Halle verlegt und dort 1817 die Vereinigte Friedrichs-Universität Halle-Wittenberg gegründet wurde. Auf Beschluss vom 26. April 1994 wurde die öffentliche Stiftung Leucorea in Wittenberg, als Bestandteil der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wieder eröffnet. Ziel der Stiftung ist, die Pflege und Entwicklung der Wissenschaften in Forschung, Lehre und Studium an der Universität selbst und in den universitären Einrichtungen in Wittenberg zu unterstützen. Zu diesem Zweck werden an der Leucorea wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen geplant und durchgeführt und an dem bis 1998 sanierten Friedricanicum folgende Sektionen und Zentren angesiedelt:
- "Kultur- und Religionswissenschaften" Zentrum für USA- Studien
- "Zentrum für Reformationsgeschichte und Lutherische Orthodoxie"
- "Leopold-Zunz-Zentrum zur Erforschung des europäischen Judentums"
- "Mesrop-Zentrum für Armenische Studien"
- Sektion "Gesundheit und Pflegewissenschaften"
- Sektion "Wirtschaftswissenschaften"
- "Institut für Hochschulforschung Wittenberg e.V.

Angeschlossene Institute


- HALESMA A.N.D. (Hallesche Europäische Journalistenschule für multimediale Autorschaft / Alfred Neven DuMont)

Im Umfeld der Universität


- Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
- Burse zur Tulpe (Halle)

Akademiker

Universität Halle


- Christian Thomasius, Jurist und Philosoph,
- 1655, † 1728
- Friedrich Hoffmann, Mediziner,
- 1660, † 1742
- August Hermann Francke, Theologe und Pädagoge, Gründer der Franckeschen Stiftungen,
- 1663, † 1727
- Christian Wolff, Philosoph, Jurist und Mathematiker,
- 1679, † 1754
- Philipp Friedrich Theodor Meckel, Mediziner, berühmt für die Meckelschen Sammlungen, eine Anatomie-Sammlung von internationaler Bedeutung,
- 1755, † 1803
- Christian Adolph Klotz (
- 1738, † 1771) Philologie

Universität Wittenberg


- Salomon Alberti, Mediziner (
- 1540 - † 1600)
- Petrus Albinus, Poet und Historiker, (
- 1543 - † 1598)
- Josephus Adjutus, Theologe, (
- 1602 - † 1668)
- Johannes Aurifaber (Vratislaviensis) (
- 1517 - † 1568)
- Bartholomäus Bernhardi, Theologe (
- 14871551)
- Andreas Bodenstein, Reformator, (
- 1480 - † 1541)
- Johann Forster, Theologe (
- 1495 - † 1558)
- Salomon Gesner, Theologe, (
- 1556 - † 1605)
- Johann Hermann, Mediziner, (
- 1527 - † 1605)
- Heinrich Leonhard Heubner, Theologe, (
- 1780 - † 1853)
- Georg Wilhelm Kirchmaier, Philosoph, Rhetoriker, Sprachwissenschaftler, (
- 1673 - † 1759)
- Augustin Leyser, Jurist, (
- 1683 - † 1752)
- Martin Luther, geistiger Vater der protestantischen Reformation, (
- 1483 - † 1546)
- Philipp Melanchthon, protestantischer Reformator, (
- 1497 - † 1560)
- Johann Andreas Quenstedt, Theologe, (
- 1617 - † 1688)
- Abraham Vater, Mediziner und Philosoph, (
- 1684 - † 1751)

Universität Halle-Wittenberg


- Johann Friedrich Meckel der Jüngere, Mediziner, berühmt für die Meckelschen Sammlungen, eine Anatomie-Sammlung von internationaler Bedeutung,
- 1781, † 1833
- Georg Cantor, Mathematiker, Begründer der Mengenlehre,
- 1879, † 1918
- Barnas Sears, baptistischer Theologe,
- 1802, † 1880
- Adolf Reichwein, Pädagoge, Wirtschaftswissenschaftler und Kulturpolitiker (SPD),
- 1898, † 1944
- Friedrich von Basse, Staatsrechtler
- 1893, † ?
- Helmut Kraatz, Mediziner
- 1902, † 1983
- Eugen Hultzsch (
- 1857, † 1927) Professor des Sanskrit
- Ernst Otto Taschenberg (
- 1854, † 1922) Zoologie, Entomologie und Geschichte der Zoologie
- Johann Friedrich Christian Düffer (
- 1775 , † 1831) Pharmakologie und Pharmazie
- Friedrich Wolf (Chemiker), (
- 1920, † ?)
- Gustav Hertzberg (
- 1826, † 1907) alte Geschichte
- Karl Joseph Eberth (
- 1835, † 1926) Medizin

Berühmte Studenten

Universität Halle


- Johann Christoph von Dreyhaupt, Historiker,
- 1699, † 1768
- Dorothea Christiane Erxleben, erste promovierte deutsche Ärztin,
- 1715, † 1762
- Erich Gutenberg, Betriebswirt,
- 1897, † 1984
- Georg Friedrich Händel (1702 Rechtswissenschaften), Barock-Komponist,
- 1685, † 1759
- Jörn Weinert, Schriftsteller,
- 1976
- Johann Reinhold Forster, Naturwissenschaftler

Universität Wittenberg


- Mikael Agricola (
- 1509 - † 1557), finnischer Theologe und Reformator
- Johann August Apel (
- 1771 - † 1816), Jurist und Schriftsteller
- Johann Arndt (
- 1555 - † 1621), Theologe
- Johannes Agricola (
- 1494 - † 1566), Theologe und deutscher Reformator
- Anton Wilhelm Amo (
- um 1700 - † 1754), Philosoph und erster schwarzafrikanischer Student in Deutschland
- Erasmus Alber (
- um 1498 - † 1553), Theologe
- Johannes Aurifaber (Vimariensis) - (
- um 1519 - † 1575), Theologe
- Christian Brück (
- um 1516 - † 1567), Politiker und Sächsischer Kanzler
- Gregor Brück(
- 1483- † 1557), Politiker und Sächsischer Kanzler

Universität Halle-Wittenberg


- Joseph Freiherr von Eichendorff (1805 bis 1806 Rechtswissenschaften)
- Hans-Dietrich Genscher (Rechtswissenschaften), FDP-Politiker und Außenminister der BRD zur Zeit der Wiedervereinigung,
- 1927
- Werner Liebmann, Maler
- Kurt Schumacher (1915 bis 1916 Rechtswissenschaften und Nationalökonomie), SPD-Politiker und ein Gründungsvater der BRD,
- 1895, † 1952
- Moritz Ludwig Seyffert, Philologe und Pädagoge (
- 1809, † 1872)
- Friedrich Schorlemmer, Theologe (
- 1944), Theologe
- Peter Pollack(
- 1930)

Weblinks


- [http://www.catalogus-professorum-halensis.de Liste von Universitätsprofessoren]
- [http://www.uni-halle.de/ Internetpräsenz der MLU]
- [http://www.weinbergcampus.de weinbergcampus.de]
- [http://www.studentenwerk-halle.de Studentenwerk Halle]
- [http://www.leucorea.de/ Stiftung Leucorea] Halle-Wittenberg Kategorie:Halle (Saale) Kategorie:Wittenberg

Philipps-Universität Marburg

Die Philipps-Universität (historisch: Alma Mater Philippina) in Marburg wurde im Jahre 1527 von Landgraf Philipp dem Großmütigen als eine der ersten protestantischen Hochschulen der Welt gegründet; lediglich die Universität im schlesischen Liegnitz bestand bereits 1526. Da diese Universität 1530 wieder geschlossen wurde, ist die Philipps-Universität mittlerweile die älteste protestantische Hochschule der Welt. Sie ist heute mit 18.500 Studenten eine der mittelgroßen deutschen Universitäten.

Fächerangebot

An der Philipps-Universität können u.a. folgende Diplomstudiengänge studiert werden: Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Pädagogik, Physik, Politikwissenschaft, Soziologie, Evangelische Theologie, Volk